„Treriksrøysa“ – Musik aus dem hohen Norden – 8. Kammerkonzert

18. Jun. 2023, 15:00Uhr
Glucksaal

Ein einziger Punkt auf der Landkarte, genannt „Treriksrøysa“ verbindet die drei Länder: Finnland, Norwegen und Russland. In diesem Kammerkonzert kommen die Komponisten Jean Sibelius, Edward Grieg und Dmitri Schostakowitsch als Vertreter dieser Länder zu Wort. Dabei haben sie musikalisch sicherlich mehr Überschneidungspunkte, als nur dies eine Stein-Männchen in der Wildnis, welches das Dreiländereck markiert.

Als ein Erstlingswerk kann sowohl der Quartettsatz „Moderato – Allegro Appassionato“ in cis-Moll von Jean Sibelius angesehen werden. Das Stück entstand noch während der Studienzeit des Komponisten und ist in heutigen Konzertprogrammen eher selten zu finden.

Nach Bachs Vorbild in harmonischen Spannungsbögen, Satzbezeichnungen und glasklarer Linienführung entstand 1940 Schostakowitschs Klavierquintett g-Moll op. 57. Noch vor dem Einmarsch der deutschen Truppen erzählt Schostakowitsch – wie in vielen seiner Werke – von dieser Bedrohung. Das Quintett wurde 1941 mit dem „Stalin-Preis 1. Klasse“ ausgezeichnet, nachdem Schostakowitsch zuvor noch als Vertreter „westlicher Dekadenz“ gebrandmarkt war.

Dagegen gilt das einzige Streichquartett g-Moll op. 27 von Edvard Grieg als ein Klassiker der Kammermusik und steht Griegs Gassenhauern „Peer-Gynt Suite“ und „Holberg Suite“ an Melodienvielfalt in nichts nach.

Kontrastreiche und gesangliche Kammermusik lädt Sie ein, von Trollen und nordischen Landschaften zu träumen.

PROGRAMM:
Jean Sibelius (1865-1957): Moderato und Allegro Appassionato in cis-moll für Streichquartett, JS 131
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975): Klavierquintett g-Moll, op. 57
Edvard Grieg (1843-1907): Streichquartett Nr. 1 g-Moll, op. 27

Katharina Lobé und Moritz König, Violinen | Gunther Hillienhoff, Viola | Inken Dwars, Violoncello | Daniel Rudolph, Klavier