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Offen für Neues? – 2. Kammerkonzert

In einem sehr abwechslungsreichen Programm werden Ihnen Komponistinnen und Komponisten begegnen, die sie möglicherweise noch nicht kennen. Umso mehr lohnt es sich, der Musik von der englischen Komponistin Madeleine Dring (ihr Lieblingskomponist war Rachmaninoff) zu folgen!
Der russische, mehrfach ausgezeichnete Komponist Reinhold Glière hat sich musikalisch an folkloristischen Wendungen orientiert. Durch Aufenthalte im europäischen Ausland flossen verschiedene, insbesondere impressionistische Klangfarben in seine Kompositionen ein.
Charles Martin Loeffler, in Berlin geboren, wurde zunächst von der französischen Musik geprägt und später von der ukrainischen Musik beeinflusst: Ein Wechselspiel von lyrischer Eleganz und düster schwermütigen Inhalten.
In Paris geboren und dort in verschiedenen Positionen tätig war Théodore Dubois. Er war unter anderem Kollege von César Frank an Ste-Clotilde.
Am Beginn des Konzertes steht eine barocke Sonate von Giovanni Benedetto Platti. Der in Padua geborene Italiener wirkte im Dienste der Fürstbischöfe von Würzburg und Bamberg. Diese Sonate wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt und ist vermutlich in Nürnberg erstmals zu hören.

PROGRAMM:
Giovanni Benedetto Platti: Sonata a Tre für Oboe, Cello und Basso Continuo
Charles Martin Loeffler: Rhapsodie Nr.2 „La Cornemuse“ für Oboe, Viola und Klavier
Reinhold Glière: Duos für Violine und Cello: Prelude, Canzonetta, Berceuse und Scherzo
Madeleine Dring: Trio für Oboe, Violine, Klavier
Theodore Dubois: Quintett für Violine, Oboe, Viola, Cello und Klavier

Ralf­-Jörn Köster, Oboe | Sebastian Casleanu, Violine | Ulrich Schneider, Viola | Christoph Spehr, Violoncello | Lyndsi Maus a.G., Klavier und Cembalo

3. Philharmonisches Konzert

mit Werken von Stephan, Saint-Saëns und Schumann

Dirigent: Stephan Zilias – Violoncello: Camille Thomas

Das 3. Philharmonische Konzert versammelt sehr unterschiedliche Blicke auf die musikalische Romantik. Die „Musik für Orchester“ des jung im Ersten Weltkrieg gefallenen Rudi Stephan verdichtet die Ideen einer Symphonie auf ein Orchesterstück von nur 20 Minuten Dauer, das als Solitär in der deutschen Musik des frühen 20. Jahrhunderts steht. Camille Saint-Saëns lehnte romantische Gefühlsmusik ab und schrieb ein streng gefasstes Cellokonzert, das dennoch an manchen Stellen überschwänglich klingt. Schumann bekämpfte schwere Depressionen mit einer C-Dur-Symphonie und rang der Musik sowohl Frische und Heiterkeit als auch romantischen Willen zum Ausdruck des eigenen Inneren ab.

Umbrüche – 3. Kammerkonzert

Zemlinsky schrieb sein Trio in der Nachfolge des Werkes von Johannes Brahms. Adolf Busch, in erster Linie als Geiger und Primarius seines Streichquartettes bekannt, war auch ein phantasievoller Komponist, dessen Werke immer mehr Anerkennung finden. Hausegger war lange Chefdirigent der Münchner Philharmoniker – seine Gesänge nach mittelhochdeutschen Dichtungen greifen teilweise auf alte Musik zurück: Drei im Stile der Spätromantik komponierte Werke werden dem Sextett von Krzytof Penderecki gegenübergestellt. Diese Komposition des 2020 verstorbenen polnischen Altmeisters ist schnell zu einem vielaufgeführten Klassiker der Kammermusik geworden.

PROGRAMM:
Alexander Zemlinsky: Trio d-moll op. 3 für Klarinette, Violoncello und Klavier (1896)
Adolf Busch: Deutsche Tänze für Violine, Klarinette und Violoncello op. 26,3 (um 1925)
Siegmund von Hausegger: Drei Gesänge nach mittelhochdeutschen Dichtungen für Frauenstimme, Viola und Klavier (1921)
Krzysztof Penderecki: Sextett für Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier (2000)

Almerija Delic, Gesang | Felix Löffler, Klarinette | Roland Bosnyak, Horn | Agata Policonska Malocco, Violine | Christian Heller, Viola | Arvo Lang, Violoncello | Christian Reuter, Klavier

4. Philharmonisches Konzert

mit Werken von Cerha, Mayer und Tschaikowsky

Dirigent: Roland Böer – Perkussion: Christoph Sietzen

Mit einer Wiederentdeckung beginnt das 4. Philharmonische Konzert: Die Berliner Komponistin Emilie Mayer war zu ihrer Zeit hoch geschätzt und viel gespielt, geriet nach ihrem Tod 1883 jedoch in Vergessenheit und rückte erst in den letzten Jahren als große Komponistin der Romantik zurück ins Bewusstsein der Musikwelt. Nach dem Schlagzeugkonzert von Kalevi Aho im Jahr 2019 dirigiert Roland Böer abermals ein wichtiges Stück für Perkussion, diesmal von Friedrich Cerha, dem Doyen der österreichischen Moderne. Tschaikowsky komponierte seine „Symphonie in vier Bildern“ nach dem dramatischen Gedicht „Manfred“ von Lord Byron: Manfred hat sich mit Höllengeistern eingelassen und sucht in den Schweizer Bergen nach Erkenntnis und Erlösung.

Take Five! – 4. Kammerkonzert

Dieses Konzert wird ein Fest für alle, die Streichquintette lieben! Von Mozart als Ausgangspunkt geht die Reise zu Dvořák, dessen Begeisterung hoch ansteckend ist: Sie inspirierte Ralf H. Bauer – in Franken umtriebiger Posaunist und Allround-Künstler – seinem fünfköpfigen Freundeskreis das „Streichquintett 1“ zu widmen, dessen Uraufführung hier zu erleben ist. Take Five!

PROGRAMM:
Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento F-Dur KV 138
Ralf Hermann Bauer: Streichquintett (UA)
Antonín Dvořák: Streichquintett G-Dur, op. 77

Katharina Lobé und Julia Horneber, Violinen | Christian Heller, Viola | Arvo Lang, Violoncello | Kathrin Münten, Kontrabass

Aussergewöhnliches zwischen moll und Dur – 5. Kammerkonzert

Zum Entstehungszeitpunkt der beiden Streichquintette in g-moll und G-Dur befanden sich sowohl Mozart als auch Brahms auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Entwicklung und kompositorischen Schaffenskraft. So zeugen beide Werke von bemerkenswerter musikalischer Reife. Es eint sie der Endzeitcharakter, der Ausdruck von Resignation und tiefer Trauer. Der Spannungsbogen lässt ein Vordringen in immer tiefere Regionen des Leids erkennen.

Eingerahmt zwischen diesen Streichquintetten stehen zwei außergewöhnliche Werke mit Klarinette auf dem Programm:
Die ideale Verschmelzung des samtigen Klanges der Bassklarinette mit dem Streicherteppich und deren dominierenden Bratsche unterstreicht die aparte Bestzung und macht das Phantasy Quintet op. 93 des englischen Komponisten York Bowen zu einem magischen Klangereignis. Der polnische Komponist Krzystof Penderecki gilt als Referenzmusiker der polnischen Avantgarde. Sein Quartett für Klarinette und Streichtrio entstand 1993. Nach dem Hören von Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur war der Komponist tief beeindruckt. Er beschloss daraufhin etwas zu schreiben, das Schuberts musikalischen Geist wieder aufleben lassen würde.

PROGRAMM:
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett g-moll KV 516
York Bowen: Phantasy Quintet op. 93 für Bassklarinette und Streichquartett (1933)
Krzystof Penderecki: Quartett für Klarinette und Streichtrio (1993)
Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur op. 111

Martin Möhler, Klarinette und Baßklarinette | Stefan Teschner und Christiane Seefried, Violinen | Ulrich Schneider, Viola | Christoph Spehr, Violoncello

5. Philharmonisches Konzert

mit Werken von Brahms und Beethoven

Dirigentin: Joana Mallwitz – Violine: Augustin Hadelich

Brahms’ einziges Violinkonzert hat weniger von einem Virtuosenstück als mehr von einer Symphonie, in der die Solo-Violine erst nach einigem Zuhören aus dem Orchester hervortritt und immer mit ihm im gleichberechtigten Dialog bleibt, bis sie im 3. Satz die Führung übernimmt. Das Konzert verlangt in der Solo-Partie viel mehr als technische Perfektion, die durch die musikalische und konzeptionelle Arbeit beinahe zur Nebensache wird. Beethovens „Eroica“ ist ein Wendepunkt der Musikgeschichte. Zwar folgt sie noch der traditionellen symphonischen Form, doch weist ihre ungezähmte Emotionalität der Musik eine neue Aufgabe zu. Durch Kampf und Trauer entwickelt Beethoven seine Vision einer menschlicheren, besseren Welt.

Forelle á la Mallwitz – 6. Kammerkonzert

Wer Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz einmal als Pianistin erleben möchte, sollte sich dieses Datum im Kalender rot anstreichen: Gemeinsam mit Konzertmeister Manuel Kastl und weiteren Mitstreitern wird sie das beliebte „Forellenquintett“ von Franz Schubert spielen! Eröffnet wird das Konzert mit „Trois Rivières“ der finnischen Komponistin Kaija Saariaho – dieses Werk beschreibt sozusagen das nasse Lebensumfeld der Forelle. Ein weiterer Höhepunkt ist die schöne romantischen Serenade von Johannes Brahms.

Für dieses Ereignis haben die Freunde der Staatsphilharmonie das bereits im Spielzeitheft des Staatstheaters gedruckte Programm des 6. Kammerkonzertes geändert; und da viele auf dieses Konzert sehr neugierig sein werden, wird auf 11 Uhr im Opernhaus verlegt.

PROGRAMM:
Kaja Saariaho: „Trois Rivières“ für Perkussions-Quartett und Electronics
Johannes Brahms: Serenade A-Dur op. 16 für kleines Orchester
Franz Schubert: Klavierquintett A-Dur D 667 „Forellenquintett“

Joana Mallwitz, Klavier | Musiker*innen der Staatsphilharmonie

6. Philharmonisches Konzert

Abschiedskonzert von Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz

mit Werken von Mahler u.a.

Nach fünf Jahren gibt Joana Mallwitz die Leitung der Staatsphilharmonie Nürnberg ab und blickt in ihrem vorerst letzten Nürnberger Konzert zurück auf ihre Zeit als Generalmusikdirektorin. Den vielen großartigen und denkwürdigen Konzerten dieser Zeit steht eine Reihe von Programmen gegenüber, die wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten. Mahlers Vierte soll in diesem Konzert nachgeholt werden, die von dem bayerischen Kinderlied „Das himmlische Leben“ ausgeht und sich in ein musikalisches Märchenland vorarbeitet. Der zweite Teil des Konzerts soll denkwürdigen musikalischen Momenten aus Joana Mallwitz’ Nürnberger Jahren gewidmet sein.

Waldkonzert – 7. Kammerkonzert

Wälder sind immer eine Inspiration für großartige Musikwerke gewesen, und es werden aus verschiedensten Hölzern der Wälder Musikinstrumente gebaut! In Form von Bildern, Berichten und Musik begeben wir uns in diesem Konzert der Co2-Initiative der Staatsphilharmonie auf eine Reise durch die Waldökosysteme der Erde. Silke Lichtenberg, die nach einer Ausbildung zur Geigenbauerin sich zur viel gefragten Referentin für Nachhaltigkeit im Musikinstrumentenbau fortgebildet hat, gibt Einblicke in dieses faszinierende Thema, und natürlich wird der Wald auf unterschiedlichsten Instrumenten auch zum Leben erweckt, mit Werken von Antonín Dvořák, Sofia Gubaidulina, Steve Reich und anderen Komponist*innen. Ein ganz besonderes Konzert!

Mitwirkende: Musiker*innen der Staatsphilharmonie

7. Philharmonisches Konzert

mit Werken von Mendelssohn und Widmann

Dirigent und Solist: Jörg Widmann

Jörg Widmann ist nicht nur einer der meistgespielten zeitgenössischen Komponisten, sondern auch als Klarinetten-Virtuose in den Konzertsälen der Welt zu Hause. In dieser Doppelfunktion kommt er zur Staatsphilharmonie Nürnberg, um mit ihr einen Blick auf zwei für ihn wichtige Komponisten der deutschen Romantik zu werfen: zum einen auf Felix Mendelssohn Bartholdy mit seiner fromm-schwärmerischen Reformationssymphonie und der Bearbeitung einer Sonate, zum anderen auf Ludwig van Beethoven – ihm erweist Widmann in seinem kurzen Orchesterstück „Con brio“ seine Reverenz.

„Trerikrsøysa“ – Musik aus dem hohen Norden – 8. Kammerkonzert

Ein einziger Punkt auf der Landkarte, genannt „Treriksrøysa“ verbindet die drei Länder: Finnland, Norwegen und Russland. In diesem Kammerkonzert kommen die Komponistinnen Jean Sibelius, Edward Grieg und Sofia Gubaidulina als Vertreter dieser Länder zu Wort. Dabei haben sie musikalisch sicherlich mehr Überschneidungspunkte, als nur dies eine Stein-Männchen in der Wildnis, welches das Dreiländereck markiert. Als ein Erstlingswerk kann sowohl der Quartettsatz „Moderato – Allegro Appassionato“ in cis-moll von Jean Sibelius sowie das Klavierquintett (1958) von Sofia Gubaidulina angesehen werden. Beide Stücke entstehen noch während der Studienzeit der beiden Komponistinnen und sind in heutigen Konzertprogrammen eher selten zu finden. Dagegen gilt das einzige Streichquartett (op.27) von Edvard Grieg als ein Klassiker der Kammermusik und steht Griegs Gassenhauern „Peer-Gynt Suite“ und „Holberg Suite“ an Melodienvielfalt in nichts nach. Kontrastreiche und gesangliche Kammermusik lädt Sie ein, von Trollen und nordischen Landschaften zu träumen.

PROGRAMM:
Jean Sibelius: Moderato und Allegro Appassionato in cis-moll für Streich- quartett, JS 131
Sophia Gubaidulina: Klavierquintett
Edvard Grieg: Streichquartett Nr. 1 g-Moll, op. 27

Katharina Lobé und Moritz König, Violinen | Gunther Hillienhoff, Viola | Inken Dwars, Violoncello | Benjamin Schneider, Klavier

Hirtenklänge – 9. Kammerkonzert

Wie schon Schubert ahnte, haben Hirten neben der Pflege ihrer Herden stets viel Zeit, um einsam auf einem Felsen vor sich hin zu musizieren; gelegentlich taucht auch eine hübsche Schäferin für ein Stündchen auf … Der Sonnenuntergang wird gemeinsam bewundert, die Mücken ignoriert und der aufgehende Mond bestaunt – bis ein unerwartetes Ende von Respighis „Il Tramonto“ überrascht – erheitert – oder gar schockiert?

PROGRAMM:
Sigismund Neukomm: Streichquintett „Une fete de Village en Suisse“
Franz Schubert: „Der Hirt auf dem Felsen“ für Singstimme, Klarinette und Klavier
Jean Francaix: L’heure du berger (Das Schäferstündchen) für Bläserquintett und Klavier
Igor Strawinsky: Pastorale für Violine und vier Bläser
Ottorino Respigh: „Il Tramonto“ für Singstimme und Streichquartett

Julia Grüter, Gesang | Musiker*innen der Staatsphilharmonie

8. Philharmonisches Konzert

mit Werken von Martucci, Mozart und Schostakowitsch

Dirigent: Francesco Angelico – Flöte: Matvey Demin

Giuseppe Martucci verweigerte sich als einer der wenigen italienischen Komponisten seiner Zeit der Oper und schrieb stimmungsvolle und klangprächtige Stücke für Orchester, darunter sein Notturno, das ursprünglich als Nachtmusik für Klavier gedacht war und von Martucci später instrumentiert wurde. In Mozarts Flötenkonzert von 1778 klingt im Schlusssatz schon eine Melodie aus der späteren „Entführung aus dem Serail“ an. Dmitri Schostakowitsch komponierte seine 11. Symphonie unter dem Eindruck des gescheiterten Aufstands in Ungarn 1956. Die größere Freiheit, die Schostakowitsch nach dem Ende des Stalinismus genoss, nutzte er, um an die gescheiterte Revolution in Russland im Jahr 1905 zu erinnern, die der Symphonie ihren Titel gab.