Der Tod und das Mädchen

30. Jan. 2022, 15:00Uhr
Glucksaal im Staatstheater

Joseph Haydn gilt als Vater des Streichquartetts, einem Ensemble beste­hend aus zwei Violinen, Bratsche und Cello. Zu der Zeit war das Streich­ quartettspiel bei Gelegenheitsmusikern überaus beliebt. Auch Berufsmu­ siker nahmen sich wenig später des Genres an, einer der bedeutendsten in dieser Hinsicht war der Geiger Ignaz Schuppanzigh, dessen Quartett
mit seinem Maßstäbe setzenden Ensemblespiel überhaupt erst die großen Streichquartette Beethovens und Schuberts ermöglichte. Darunter war auch das berühmte Quartett „Der Tod und das Mädchen“ – im langsamen Satz wird das entsprechende Lied zitiert.
Leoš Janáčeks zweites Streichquartett, genannt „Intime Briefe“, beschreibt in vier Sätzen vier Stadien einer Beziehung des 74jährigen zu der 36­jährigen Kamila Stösslová. – Drei Höhepunkte der Streichquartett­literatur!

Joseph Haydn Streichquartett f-­moll op. 20,5 / Hob. III,35 (1772)
Leoš Janáček Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“(1928)
Franz Schubert Streichquartett d­-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“(1824)

Mitwirkende: Manuel Kastl Violine | Rolf Gelbarth Violine | Lisa Klotz Viola | Arvo Lang Violoncello