Pro Konzerthaus – „Still, aber nachdrücklich“

Am 16.12.2020 hat die Aktion „Pro Konzerthaus“ zur Unterstützung des Konzerthauses aufgerufen.
Um zu zeigen welch breite Bevölkerung hinter dem Bau des Konzerthauses steht und zu verhindern, dass die Pläne für den Bau nach dem nun beschlossenen Moratorium in Vergessenheit geraten, haben sich innerhalb nur weniger Tage (11.-15.12.) knapp 180 Menschen mit einem Steckbrief und einem persönlichen Statement zu Wort gemeldet. All die Steckbriefe wurden auf Pinnwänden (etwa 9m Stecke) ausgestellt und zusätzlich als gebundene Version dem Oberbürgermeister Marcus König überreicht.

Die von der Presse als „Still, aber nachdrücklich“ betitelte Aktion fand ihren Ursprung in der Suche nach einer Weg, auch zu Corona-Zeiten einer großen Menschenmenge Gehör zu verschaffen.

Dass sich so viele Menschen in so kurzer Zeit gefunden haben, war für die Organisatoren Sornitza Baharova, Manuel Kastl, Wolfgang Peßler und Martin Möhler überwältigend und eine große Motivation weiter kreative Aktionen zu erarbeiten und sich immer wieder an die Politik zu wenden.

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Video und Bilder der Aktion

Presse

Still, aber nachdrücklich

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Das sei ein zu wichtiges Thema, um in Lockdown-Zeiten quasi unter Ausschluss der Stadtöffentlichkeit durchgewunken zu werden, dachten sich einige Vertreter der Staatsphilharmonie Nürnberg, der Nürnberger Symphoniker, der hiesigen Chöre sowie anderer Institutionen aus dem Musikbereich. Deshalb formulierten sie einen den Corona-Umständen geschuldeten stillen, aber nachdrücklichen Protest. In einer sogenannten „Nicht-Präsenz- Aktion“ protestierte die Initiative, die sich den Namen „Pro Konzerthaus“ gegeben hat, mit Stellwänden am Künstlereingang der Meistersingerhalle – dem Eingang, den jetzt die Stadträtinnen und Stadträte nahmen, um die Konzertkunst aufs Abstellgleis zu schicken. Auf den Wänden waren Steckbriefe der in Corona-Zeiten abwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer gepinnt. Vereint sind sie durch die Aussage, dass das Moratorium für den Konzertsaal ein schwerer Fehler sei. Darüber hinaus will die Initiative damit verdeutlichen, dass das Konzerthaus nicht nur der Wunsch einer kleinen Minderheit ist, sondern auf die Unterstützung einer breiten, vielfältigen Bevölkerung baut.

Dies formulierte auch Manuel Kastl, der Erste Konzertmeister der Staatsphilharmonie Nürnberg, als Sprecher von „Pro Konzerthaus“ in einer Stellungnahme. „Ist uns allen wirklich klar, auf was wir verzichten, wenn wir ein Konzerthaus nicht bauen? Ein Projekt, dessen Planung fast abgeschlossen war?“, fragt er. Seine Antwort folgt prompt: Nürnberg bleibe damit „die einzige deutsche Stadt mit über 500.000 Einwohnern ohne Konzertsaal mit hervorragender Akustik“. Dies sei eine weitere vergebene Chance; die gesamte Region werde damit im Stich gelassen und „frech darauf vertröstet“, sich weiterhin nach München und Bamberg zu orientieren.

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NN Donnerstag, 17.12.2020 Pag.06 / Copyright (c) 2020 Verlag Nuernberger Presse, Ausgabe 17.12.2020

https://www.nordbayern.de/kultur/nurnberger-initiative-pro-konzerthaus-stiller-protest-bei-stadtratssitzung-1.10689591

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